Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen der FREIE WÄHLER sowie FWG Pohlheim

Die FREIE WÄHLER Pohlheim hatte zusammen mit der FWG (Freie Wählergemeinschaft) Pohlheim zur Hauptversammlung in der vergangenen Woche in die „Kulturelle Mitte“ im Stadtteil Holzheim eingeladen. Der Vorsitzende beider politischen Organisationen, Andreas Schuch, begrüßte neben Gästen und den Mitgliedern besonders den Fraktionsvorsitzenden der FWG im Kreistag, Kurt Hillgärtner und den Direktkandidaten der FREIE WÄHLER für die Landtagswahl 2023, Hartmut Schau aus Linden.

Hillgärtner überbrachte herzliche Grüße der Kreistagsfraktion an die Pohlheimer Kollegen und berichtete von der guten Zusammenarbeit der neuen Koalition aus CDU, GRÜNEN und FWG auf Kreisebene. Die finanzielle Situation des Landkreis Gießen ist aus Sicht Hillgärtners momentan gut. Große Investitionen finden sich im Kreishaushalt bei den Schulen, der Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten und der Kompostierungsanlage in Rabenau. Diese soll zur energetischen Nutzung der Bioabfälle mit einer Biogasanlage für mindestens 30 Millionen Euro erweitert werden.

Der Direktkandidat der FREIE WÄHLER im heimischen Wahlkreis, Hartmut Schau, ein ausgebildeter Diplom-Geologe, informierte in einer Kurzvorstellung über Daten seiner Biografie und seine grundlegenden politischen Ziele. Schwerpunkte seines Arbeitsprogramms bilden dabei die Förderung des ländlichen Raums, die Daseinsvorsorge sowie die positive Veränderung unserer Umwelt mit begleitender Neugestaltung der Energieversorgung durch Nutzung von Windkraft, Sonnenenergie und Geothermie.

Vorsitzender Andreas Schuch blickte auf die politische Arbeit der Fraktion, der Partei und der Wählergemeinschaft in den „Corona-Monaten” zurück. In annähernd dreißig Pressemitteilungen wurde kontinuierlich über die politische Arbeit und gemeinschaftliche Aktionen berichtet. Besonders in den Vordergrund stellte Schuch den „Ersten Platz“ der „FREIE WÄHLER“ beim diesjährigen Pohlheimer Stadtradeln. Mit über eintausend Kilometern Vorsprung vor der zweiten Gruppe hatten die Teammitglieder der FREIE WÄHLER eine beeindruckende Leistung beim Stadtradeln erbracht. Die Teammitglieder bedauern, dass diese Leistung von Bürgermeister Ruck bisher ignoriert wurde und es noch nicht, wie bereits in anderen teilnehmenden Kommunen, zu einer angemessenen Würdigung durch den Verwaltungschef kam.

Aus der Fraktionsarbeit resultierten neunzehn Anträge an die Stadtverordnetenversammlung mit den Schwerpunkten Neubau von Kitas, Förderung des Fahrradverkehrs, Bau von Solarparks und Erstellung eines Wärmeplans für Pohlheim. Insgesamt werde die kommunalpolitische Arbeit durch mangelnde und wiederkehrend falsche Informationen des Bürgermeisters erschwert.

Schatzmeister Erwin Jost legte für die zurückliegenden Geschäftsjahre ausgeglichene Bilanzen vor und wurde von den Kassenprüfern Sabrina Hölscher und Erich Klotz gelobt und anschließend zusammen mit dem Vorstand von der Versammlung auf Antrag der Kassenprüfer entlastet.

Die anschließenden Neuwahlen leitete Kurt Hillgärtner mit folgenden Ergebnissen in Personalunion sowohl für die FREIE WÄHLER als auch die FWG: Vorsitzender: Andreas Schuch, stellvertretender Vorsitzender: Björn Feuerbach, Schriftführer: Ewald Seidler, Schatzmeister: Erwin Jost, Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Ulrich Sann, Beisitzer: Bettina Jost, Martin Gromes, Erich Klotz und Klaus Sommer.

Die Kassenprüfer sind Sabrina Hölscher, Norman Klotz und Stellvertreter Werner Seidler.

Als Delegierte für die Kreisdelegiertenversammlung wurden gewählt: Bettina Jost, Andreas Schuch und Björn Feuerbach mit ihren Stellvertretern Ulrich Sann, Ewald Seidler und Erich Klotz.

Oben wohnen, unten einkaufen

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Ähnlich könnte es nach Willen der FREIE WÄHLER in Pohlheims “Neuer Mitte” zukünftig aussehen: Oben wohnen, unten einkaufen. ALDI SÜD verwirklicht dies derzeit in Waldbronn in Baden-Württemberg
(Bild: ©ALDI SÜD)

Jüngst war in der Gießener Lokalpresse (Gießener Allgemeine vom 10. März 2022) ein Bild mit kurzem Text zum Abriss des ALDI SÜD Marktes am Standort “Neue Mitte” in Pohlheim veröffentlicht. Mit Verwunderung haben Stadtverordnete der FREIE WÄHLER den auf dem Bild abgebildeten Trümmerhaufen wahrgenommen. Beim Betrachten des Bildes in der Zeitung erinnerten sich die FREIE WÄHLER an die im Jahr 2019 gefassten Beschlüsse des Pohlheimer Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) vom 12.08.2019 sowie den der Stadtverordnetenversammlung vom 22.08.2019.

Die damalige Beschlussvorlage der Pohlheimer Verwaltung titelte unter dem Namen “2. Änderungsplan zum Bebauungsplan Nr. 32 “Erbacher Wäldchen” im Stadtteil-Watzenborn-Steinberg – Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Abs. 1 BauGB”.

In der Begründung zur Beschlussvorlage (STV-338/2016-2021) steht: “Seitens der Firma Aldi Süd ist im Stadtteil Watzenborn-Steinberg am Standort Neue Mitte zur langfristigen Standortsicherung im Zuge eines Anbaus an das bestehende Gebäude die Erweiterung der bestehenden Verkaufsstelle auf künftig maximal 1.250 m² Verkaufsfläche vorgesehen.” Diesen Vorgang haben die Stadtverordneten der FREIE WÄHLER analog zu der Anfrage des Mitbewerbers Lidl im Jahr 2013 gesehen. Lidl bat damals um die Schaffung der rechtlichen Möglichkeiten für die Erweiterung der Verkaufsfläche.

In vorgenanntem Bericht der Gießener Lokalzeitung wird eine Pressesprecherin von ALDI SÜD zitiert, dass die ALDI Filiale “nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein zeitgemäßes Einkaufen” entsprochen habe.

Hier kommt für die FREIE WÄHLER der Eindruck auf, dass Verantwortliche der Firma ALDI SÜD bewusst von einem Anbau und nicht von einem geplanten Abriss gesprochen haben. Das Kommunikationsverhalten der Firma ALDI SÜD hätte hinsichtlich deren Vorhaben transparenter und ehrlicher sein müssen, denn für die Stadtverordneten der FREIE WÄHLER ist es durchaus ein qualitativer Unterschied, ob es sich lediglich, wie in der Begründung verdeutlicht, um einen Anbau oder um einen kompletten Abriss und wahrscheinlich nur einstöckigen Wiederaufbau handelt.

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“Hätten wir von dem geplanten Abriss gewusst, so hätten wir uns für eine Änderung des Baurechts samt eines Vertrags zwischen der Stadt Pohlheim und ALDI SÜD eingesetzt, der dem Bauherrn ALDI SÜD am Standort “Neue Mitte” eine mehrstöckige Bauweise erlaubt und darauf hingewirkt, dass über dem Einkaufsmarkt zwei Stockwerke mit barrierefreien Wohnungen entstehen sollen.”, führt Andreas Schuch, Fraktionsvorsitzender der FREIE WÄHLER Pohlheim aus.

Ein ähnliches Projekt wird gerade von ALDI SÜD in Waldbronn (Landkreis Karlsruhe) umgesetzt und schafft neben der Versorgung der Kommune mit Gütern des täglichen Bedarfs zusätzlich Wohnraum. Bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind, zieht die Waldbronner Filiale vorübergehend in die nahegelegene Festhalle um.

“Ähnliches Vorgehen wäre auch am Standort Pohlheim eine gute Lösung gewesen, die die bereits versiegelte Fläche optimal ausnutzt und “Flächenfraß” minimiert. Leider ist diese gute Chance scheinbar nun vertan.” schließt Schuch ab.

Neubau der Pohlheimer Kita “Am Schwarzen Morgen” würde das Naturschutzgebiet “Lückebachaue” massiv stören – FREIE WÄHLER Haushaltsrede 2022

 

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Die FREIE WÄHLER Pohlheim möchte keinen Neubau einer Kita direkt am wertvollen Naturschutzgebiet „Lückebachaue”. Wir befürworten hingegen als direkt umsetzbare Alternative einen Neubau auf der Fläche der bestehenden Kita „Sonnenschein” in der Kirchstraße Watzenborn-Steinbergs. Die Kita-Planung „Am schwarzen Morgen” birgt umfängliche Nachteile für das interkommunale Naturschutzgebiet „Lückebachaue” und würde die dortige Artenvielfalt massiv stören.

 

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Andreas Schuch, Fraktionsvorsitzender der FREIE WÄHLER in der Pohlheimer Stadtverordnetenversammlung, ging darauf, neben weiteren Themenfeldern, in seiner Rede zum Haushalt 2022 ein.

Nachfolgend der Text der Haushaltsrede, vorgetragen in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 24. März 2022:

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin Hofmann,
sehr geehrte Damen und Herren,

der Magistrat der Stadt Pohlheim hat zusammen mit Herrn Jürgen Triller, Frau Bianca Krieb und der Verwaltung die Haushaltsplanung für das Jahr 2022 vorgelegt. Dafür danke ich allen Beteiligten, auch im Namen der FREIE WÄHLER Fraktion.

Wir sind bei der vergangenen Kommunalwahl mit dem Ziel angetreten, die Betreuungssituation in Pohlheims Kitas deutlich zu verbessern, dabei mehr Kitaplätze zu schaffen und die Qualität der Betreuung anzuheben.

Die Fraktion der FREIE WÄHLER sieht in dem Projektabbruch des „Bauvorhaben Neubau einer 8-gruppigen Kindertagesstätte in der Kirchstraße im Stadtteil Watzenborn-Steinberg“, sowie in der Streichung der für den Bau nötigen Gelder im Haushalt 2022 und den Folgehaushalten, eine gravierende Fehlentscheidung für die Entwicklung der Kindertagesstätten in Pohlheim.

Diese Fehlentscheidung der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung fußt unter anderem auf der, wie wir heute wissen, unwahren Aussage des Bürgermeister Ruck, dass der Neubau 19 Millionen Euro kosten werde. Dazu passt deutlich Rucks Phrase: “überspitzte Wahrheiten”!

In der Gießener Allgemeine schrieb ein Redakteur in seinem Kommentar: „Sollte der Bürgermeister mit den 19 Millionen Euro indes eine Drohkulisse aufbauen wollen, um mit überzogenen Zahlen ein Argument zu finden, den Kita-Neubau zu stoppen, wäre das unseriös, intransparent und skandalös.“

Ich kann diese Aussage heute unterstreichen: „Das Verhalten des Bürgermeisters war in diesem Zusammenhang unseriös, intransparent und skandalös!“

Die jetzige Situation, ohne konkrete und dazu belastbare Aussagen des Bürgermeisters zum zeitlichen Ablauf, sowie den Kostenkalkulationen weiterer geplanter Kita-Baumaßnahmen, nehmen wir als „mangelhaft“ wahr. Wir sehen derzeit ein hohes Risiko, dass sowohl die „Zeitplanungen” als auch die „Kostenplanungen” aus dem Ruder laufen.

Die Situation der Kinderbetreuung wird sich durch ukrainische Flüchtlingskinder weiter anspannen und daher müssen praktikable Lösungen angeboten werden. Aus diesem Grund haben wir den Antrag zur Wiederaufnahme der Neubauplanungen durch Bereitstellung der finanziellen Mittel im Haushalt 2022 und für die kommenden zwei Jahre gestellt.

Die Planungen für die Kita auf den Flächen „Am schwarzen Morgen” sind aus unserer Sicht nicht vereinbar mit der geltenden Gesetzeslage. Das Baugesetzbuch (BauGB) fordert ganz klar formuliert, die Innenentwicklung vor einer Außenentwicklung. Eine naturverträglichere Fläche samt Planung für den Neubau einer Kita liegt auf dem Gelände der Kita „Sonnenschein” in der Kirchstraße vor. Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) untermauert die Argumentation der FREIE WÄHLER noch unter dem Gesichtspunkt der „Vermeidung”.

Jeder Mensch mit ausgeprägtem ökologischen Sachverstand sollte und müsste einen Neubau einer Kita auf einem Bauplatz in 5 Meter Abstand zu den Flächen eines interkommunalen Naturschutzgebietes ablehnen. Auch der NABU Kreisverband äußerte sich kürzlich in der Lokalpresse ebenfalls mit negativer Kritik dazu.

Um positiv steuernd in den Prozess einzugreifen, haben wir weitere Anträge im Themenbereich der Kinderbetreuung gestellt. Unter anderem die Erweiterung der Kita in Garbenteich und die schnellstmögliche Realisierung einer weiteren Kita für die Kinder des Baugebiets „Hausen Ost”, sowie die des geplanten Baugebiets „Hinter der Friedensstraße” in Garbenteich.

Eine Herzensangelegenheit für uns FREIE WÄHLER ist die Einrichtung einer weiteren Naturkitagruppe, konkret einer Bauernhofkitagruppe. Diese sollte organisatorisch in eine Bestands-Kita in Pohlheim integriert werden.

Unsere weiteren Anträge zielen darauf ab, die innerörtliche Situation für Fahrradfahrer zu verbessern. Ein Beispiel wäre der Ausbau der Wegeverbindung zwischen dem Bushaltepunkt „Zur Brücke” und der Pohlheimer Stadtverwaltung. Andere Verbesserungen, wie die Einrichtung von Fahrradschutzstreifen, sollen nach unserer Vorstellung, ohne Verzögerungen, kontinuierlich realisiert werden.

Wichtig erscheint uns ebenfalls, die fertig ausgearbeitete Planung für das Baugebiet „Hinter der Burg” in Grüningen, nicht zu beenden, sondern weiter zu verfolgen.

Um das hochgesteckte Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2030 zu erreichen, befürworten wir den Bau von Solarparks an den Autobahnen und beantragen hierzu finanzielle Mittel für deren Planungen. In Form von Bürgerbeteiligungsmodellen, könnten interessierte Bürger in das „Solarprojekt“ eingebunden werden.

Im Rahmen dieser Rede appelliere ich auch an Bürgermeister Ruck, seine bisherige Amtsführung zu überdenken, zukünftig mehr sachgerechte Informationen zu liefern und sprachliche „Stilmittel” wie „ironische Überzeichnungen“ und „überspitzte Wahrheiten“ zukünftig zu unterlassen. Die einstimmig im Haupt- und Finanzausschuss sowie in der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Kürzung seiner geldlichen Mittel für „Repräsentationszwecke”, sollte dem Bürgermeister zu denken geben.

Die Fraktion der FREIE WÄHLER wird der Haushaltssatzung und auch dem Investitionsprogramm für das Jahr 2022 nicht zustimmen. Der Projektabbruch des dringend notwendigen Neubaus der Kita in der Kirchstraße sowie der geplante Bau einer Kita am Naturschutzgebiet „Lückebachaue“, sind die Hauptgründe für unser ablehnendes Votum.

FREIE WÄHLER Fraktion zur Objektivität der Grünen in Naturschutzfragen

„Wie steht es um die Objektivität der „Grünen” in Pohlheim und ihrer Glaubwürdigkeit bei der Beurteilung von gleichen Gegebenheiten?”, fragt sich Andreas Schuch, Vorsitzender der Fraktion FREIE WÄHLER in der Pohlheimer Stadtverordnetenversammlung. Als Gradmesser kann ihre Beurteilung und Vorgehensweise bei der Zustimmung oder Ablehnung der Bebauung von landwirtschaftlich genutzten Flächen dienen.

Seit Jahren haben die Pohlheimer „Grünen” eine bewusste, ablehnende Haltung gegen das Gewerbegebiet „Garbenteich-Ost“. Flächen, auf denen „unser tägliches Brot wachse“, dürfen nicht durch Bebauung mit Industrie- und Gewerbebauten oder zu Wohnzwecken zerstört werden.

Aus Sicht der „Grünen” eine notwendige, Zukunft sichernde Maßnahme für die menschliche Nahrungsproduktion und im Grunde genommen auf den ersten Blick auch nachvollziehbar.
In einer Presseerklärung der Pohlheimer „Grünen“, zum derzeit in der Überarbeitung befindlichen Regionalplan, heißt es: „Aus den genannten Gründen wird sich die Fraktion der Grünen in ihrer Stellungnahme zum Regionalplan dafür einsetzen, dass weitere Flächen in Pohlheim zu Vorranggebieten für Natur- und Landschaftsschutz erklärt werden und nicht umgekehrt.”

Deutlich machten dies die „Grünen” Stadtverordneten jüngst in der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), mit ihrer konsequenten Ablehnung der Ausweisung eines „Vorranggebiets für Industrie und Gewerbe (Planung)” auf Gießener Flächen, nördlich des Sportplatzes an der Neumühle im Stadtteil Watzenborn-Steinberg, gelegen. Dargestellt wird diese Fläche im zu überarbeitenden Regionalplan. Als Grund der Ablehnung wurde in der Ausschusssitzung auch von den „Grünen“ die Nähe zum interkommunalen Naturschutzgebiet „Lückebachaue“ mitgetragen, das auf Lindener, Pohlheimer und Gießener Gebiet liegt, sowie die Befürchtung nachteiliger Folgen für die Biodiversität.
Für das Naturschutzgebiet müsse logischerweise in diesem Bereich die gewerbliche Nutzung, mit all ihren, die Natur negativ beeinflussenden Folgeerscheinungen, vermieden werden. Mit Verweis auf geltendes Naturschutzrecht, befinde sich die ablehnende Haltung der Grünen juristisch im sicheren Bereich.

Nicht in den zwingend erforderlichen „Genuss“ gleicher konsequenter Ablehnung durch die Stadtverordneten der „Grünen” kommt die, durch die Fraktion der FREIE WÄHLER, aufgrund des begründeten Arten- und Biotopschutzes, beantragte Streichung des „Vorranggebiets für Siedlung (Planung)“, auf Flächen „Am schwarzen Morgen”. Besagte Biotope „Am schwarzen Morgen“, nur durch einen Feldweg vom Naturschutzgebiet „Lückebachaue“ getrennt, sollen nach den Wünschen von SPD, „Grünen” und FDP, zukünftig durch den Neubau einer Kita unwiederbringlich zerstört werden. Dies, obwohl auf Flächen neben der bestehenden Kita „Sonnenschein" in der Kirchstraße, ein geeignetes Areal samt genehmigter Planung in zentraler Lage, für eine Natur verträglichere Lösung, zur Verfügung stehen.

Zu der geplanten Kita „Am schwarzen Morgen" hat sich der NABU Kreisverband am 27.02.2022 in einer Pressemitteilung in einer Gießener Tageszeitung mit folgendem Text geäußert und den Vertretern der „Grünen" in Pohlheim deutlich widersprochen: „Sollte es sich jedoch herausstellen, dass diese (Kita) tatsächlich am Rand des Naturschutzgebiets geplant sei, so werde man selbstverständlich hiergegen vorgehen, sowohl es ja Alternativen gebe. Auch dürften allein die Naturschutzrechtlichen Bestimmungen zu diesem Gebiet eine solche Planung verbieten.“

Zu den Aussagen der „Grünen” kommen noch zusätzlich die unwahren Äußerung von Bürgermeister Ruck, der den Abstand zwischen den Flächen “Am schwarzen Morgen” und dem Naturschutzgebiet in der Lokalpresse am 5. März 2022 mit “mehr als 200 Metern” angibt.

FREIE WÄHLER Fraktionsvorsitzender Schuch hat persönlich die Entfernung, der von SPD, „Grünen“ und FDP für den Kita-Neubau geplanten Flächen „Am schwarzen Morgen“, zum Naturschutzgebiet „Lückebachaue“ überprüft. Die Breite des trennenden Feldweges zwischen Bauplatz und Nuturschutzgebiet beträgt lediglich circa fünf Meter und keine 200 Meter, wie von Bürgermeister Ruck in der Presse öffentlich falsch mitgeteilt.

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Der Fraktionsvorsitzende der FREIE WÄHLER Pohlheim, Andreas Schuch, überprüft „Am schwarzen Morgen“ Entfernungsangaben von Bürgermeister Ruck und stellt fest:
„Bürgermeister Ruck nennt falsche Zahlen!“

FREIE WÄHLER kritisieren Pohlheims Bürgermeister Ruck für andauernde Verbreitung von Unwahrheiten

Wahrheit Lüge
Bürgermeister Rucks „Stilmittel“ wie „ironische Überzeichnungen“ und „überspitze Wahrheiten“ sind fehl am Platz

In beiden Gießener Tageszeitungen konnte man kürzlich jeweils ein ausführliches Gespräch der Redakteure mit Pohlheims Bürgermeister Andreas Ruck lesen.

Von beiden Zeitungsredakteuren wurde Bürgermeister Ruck auf von ihm öffentlich geäußerte Unwahrheiten angesprochen. In den Zeitungsberichten, erklärt Ruck seine Lügen als „ironische Überzeichnungen“ und „überspitzte Wahrheiten“ und wird dabei auf den zugehörigen Fotos mit breitem Grinsen im Gesicht gezeigt. Soll so das Ausmaß seiner sprachlichen Unwahrheiten kaschiert werden? Zukünftige Unwahrheiten könne er unterlassen oder “mit einem Augenzwinkern hinterlegen”, wie Ruck in der Presse äußerte.

(Die Presseberichte erreichen Sie über die beiden “Links” am Ende dieses Artikels).

Es handelt sich bei den neuerlichen Lügen um keinen Einzelfall. Es ist vielmehr für die ehrenamtlichen Mandatsträger der FREIE WÄHLER zu erkennen, dass bei Bürgermeister Ruck ein ausgeprägter Hang zur Aussprache von Unwahrheiten besteht.

In der vergangenen Stadtverordnetenversammlung gab Bürgermeister Ruck Auskünfte zu verschiedenen Themenbereichen, die nicht den Tatsachen entsprechen. Betroffen von den Falschaussagen waren das geplante Gewerbegebiet „Garbenteich-Ost“, das Baugebiet „Hinter der Friedensstraße“ im Stadtteil Garbenteich sowie der derzeitige Stand der fertig abgenommenen Straßen nach dem Glasfaserausbau in Dorf-Güll und Holzheim.

Wenn Ruck als „sehr Marketing affiner“ Mensch mit eigenen Worten sagt, dass das neue Logo bewusst ohne Ankündigung veröffentlicht und getestet worden sei, entmündigt Ruck alle Pohlheimer von öffentlicher Meinungsbildung mit seinem, im Alleingang bestimmten, neuen Pohlheim-Logo.

Der Satz Rucks: „Hätten wir darüber wie üblich informiert, hätten wir von den Pohlheimern keine ehrliche Meinung erhalten.“ erschüttert uns FREIE WÄHLER wirklich massiv.

Uns ist kein Bürgermeister bekannt, der seine Bürgerinnen und Bürger in Fragen der Meinungsbildung bisher so direkt als unehrlich bezeichnete.

Die Fraktion der FREIE WÄHLER appelliert an Bürgermeister Ruck sein Verhalten schnellstmöglich zu ändern und seine Aufgaben als Bürgermeister der Stadt Pohlheim seriös und gewissenhaft auszuführen, so wie es der Anstand und der von ihm abgelegte “Amtseid” erfordert.

Wir appellieren ebenso an die den Bürgermeister beratenden und noch unterstützenden Vertreter der Parteien von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP das Gespräch mit Bürgermeister Ruck zu suchen und ihn an die ordentliche Ausführung seines Amtes zu erinnern und sich von „Stilmitteln“ wie „ironischen Überzeichnungen“ und „überspitzen Wahrheiten“, die aber tatsächlich Lügen sind, zu distanzieren.

Quellen:

Bericht in der Gießener Allgemeine vom 04.03.2022:
»Überspitzte Wahrheiten«

Bericht im Gießener Anzeiger vom 07.03.2022:
»Es lebt sich hier wundervoll«

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